Es fing alles ganz harmlos an, bei der Fußball WM 2006.
Wir als „absolute“ Sportfans!
Die WM war in Deutschland am Start und wir als Fans dabei! Wir beide hatten gar keine Ahnung was Fußball anging, wie gesagt hatten!
Jetzt würde ich sagen, wir sind die absoluten Profis und können mit Fachbegriffen nur so um uns hauen!
Zu dieser Zeit hatten wir beide in einem Unternehmen gearbeitet um unser Studium finanzieren zu können.
Leider war es uns dadurch zeitlich nicht gestattet, die Spiele live und in Farbe, bei Bier und super Sonnenschein an zentralen Orten mit fiebernden Fans verfolgen zu können. Zu diesem Zeitpunkt hatten wir beschlossen, wenn die Zeit es mal erlaubt, ein Fußballspiel zu besuchen. Als Fans, mit allem drum und dran und mir der dritten Halbzeit.
Hey Matthi, Kategorie C!
Es hatte sich wunderbar angeboten, da Matthi und ich einige Bekannte in Hamburg hatten, und sie Matthi noch eine Einladung schuldig waren, stand es fest. Bundesligaspiel beim Hamburger SV!
Gesagt getan, wir beide live bei einem Fußballspiel.
Wir konnten dort nicht einfach als normal, bürgerliche, in zivil hin gehen. Nein es musste ein Fanoutfit her. Wir beide wurden komplett in Fanoutfits gepackt und los ging es zum Stadion.
Matthi meinte nach der ersten halben Stunde, er müsse mal.
Ich muss dazusagen, mich hätten sie nicht alleine dort rumlaufen lassen können. Orientierung gleich Null.
Aber dazu kommt Matthi bestimmt später mal.
Zwanzig Minuten später, und es war immer noch kein Matthi in Sicht, ich hatte mir schon etwas Sorgen gemacht.
Ich sah nur von weiten, einen Typen, der so einen tollen Hut auf hatte, wie kein anderer je in diesem Stadion.
Es war der Matthi! Er lief etwas orientierungslos durch die Gegend, weil sehen, konnte er uns nicht.
Denn er hatte ja seine Brille nicht auf, und auch im Hörsaal saßen wir in der ersten Reihe. Die meisten der Studis meinten immer, ihr Streber, aber dies hatte nur einen Grund.
Er sieht nix und ich hör nix!
Weiter zum Spiel, nach langen Treppe hoch, Treppe runter, fand er uns dann. Wir hatten verdammt viel Spaß und ganz viel Alkohol. Nach dem Spiel ging es noch auf den Kietz, nach langen Hin und Her dachte ich mir, dass einer von uns jetzt die Kurve bekommen muss. Doch diese Aufgabe blieb an mir hängen.
Matthi hatte so viel Spaß und auch neue Menschen kennen gelernt. Er meinte nur am nächsten Tag zu mir, wenn ich diesen Typen am Tag begegnet wäre, hätte ich die Straßenseite gewechselt.
Matthi war einfach hin und weg, von den positiven Feadbacks, die er für seine Arbeit bekommen hatte. Er war einfach Happy!