Noch jemand da!!!!!!!!!!!!
Ich kann nur viel Spaß wünschen und sagen, genieß es. Du siehst wie schnell es geht, bei mir und dann ist Schluss mit lustig. Dann geht der Ernst des Lebens los. Bis zur Rente, ach nee so alt werde ich ja gar nicht.
Ich muss unsere gemeinsame Wohnung aus beruflichen Gründen nun leider verlassen. Ab März verschlägt es mich aus nach Hamburg. Mir grault es total, ich muss umziehen. Ich habe absolut keinen Bock darauf. Am liebsten würde ich eine Firma engagieren, wenn ich meinen alten Job noch hätte, würde ich dies gar nicht überlegen und einfach machen. Am liebsten, würde ich auch alles da lassen. Das schlimmste wird aber werden, das ich meinen Lieblingsmitbewohner alleine lassen muss. Und ich wünsche ihm, dass er eine tolle Mitbewohnerin findet. Es war eine tolle Zeit mit ihm. Wir hatten verdammt viel Spaß! Die Zeit wird uns keiner nehmen können, auch diese Erfahrung wird mir keiner nehmen können. Ich bin jetzt fit für alle WG´s. Ich werde dich vermissen, das kannste glauben. Es tut mir auch sehr leid, dass ich dich dort alleine lasse, ich meine in der kleinen Metropole. Ich möchte mich bei dir von ganzen Herzen bedanken. Das du immer, wirklich immer für mich da warst. Das letzte Jahr war nicht gerade einfach für mich, mit all den Höhen und Tiefen. Die ich mit deiner Hilfe überstanden habe. Ich werde dich wahnsinnig vermissen, das weist du auch. Ich weis, das Leben besteht nicht aus Danke, Bitte und Entschuldigung. Das hast du mir auch beigebracht! Das wissen wir beide zu genau. Aber ich weis, dich zu haben ist einfach, ach Mist. Du wirst immer einen besonderen Platz in meinem Herzen haben, ich hab dich lieb. Matthi, wenn Prüfungen sind, ich bin da. Ich nehme Urlaub!
Bleib so wie de bist.
Aber denk an die Ellenbogen.
Bildquelle: aboutpixel.de © Uwe Dreßler
Ich bin ein Musikliebhaber. Musik muss man laut hören. Frei nach dem Motto, sie mag Musik, nur wenn sie laut ist. Da hatten wir den ersten unangenehmen Kontakt mit unseren Hausbewohnern. Wir nennen sie Pferd, nicht weil sie ein solches Gebiss hat, nee aber so´ nen Arsch!
Und sagen wir zwanzig Minuten später standen unsere Freunde und Helfer vor der Tür! Gut war mein Part, ich dass geklärt und gut war es.
Einige Wochen später, ich glaube es war zur WM, war es mal wieder etwas laut. Aber dieses mal, richtig laut. Und so hatten wir dann eine unangenehme Begegnung, wieder einmal mit “Grün-Weiss”.
Es kam zu einer Anzeige, wegen Ruhestörung und Beleidigung. Wir beide hatten noch nie etwas mit der Polizei zu tun gehabt. Aber seid wir hier wohnen. Mehr als genug. Leider! Mir wurde auch schon Dräsche angeboten. Wortwörtlich: “Glotze nicht so blöd, sonst bekommste ´nen paar auf die Fresse.” Hilfe dachte ich nur, schnell weg. Ich hatte Angst, vorm Pferd!
Es waren wieder einmal lange Semesterferien, ich bekam einen Anruf, wo ich denn sei, unsere Wohnung stehe unter Wasser. Nee dachte ich. Und es kam vom Pferd. Matthi am andren Ende von Deutschland, also musste ich daran glauben und Richtung Heimat fahren. Ich hatte Angst, denn ich musste zum Pferd hoch und den ganzen Mist mit der Versicherung klären. Ganz alleine! Ich dachte nur, hoffentlich kommste da lebend wieder raus. Ich lebe noch! Aber das mache ich nie wieder!!!
Bildquelle: aboutpixel.de bruno
Mein Mitbewohner habe ich endlich dazu bekommen auf Ordnung zu achten. Drei lange Jahre habe ich gebraucht. Es hatte mich unzählige Nerven gekostet und ganz viel Ergeitz und viel Psychologie. Nun kann ich ihn endlich alleine lassen, ohne mit der Angst zu leben, die Wände kommen immer näher.
Er hatte letzte Woche von seinem besten Freund besuch. Matthi hatte von alleine auf Ordnung geachtet. Er meinte, es habe ihn voll gestört, wenn Zeug einfach rum lag, beziehungsweise, sein Besuch es nicht weggeräumte.
Ich bin glücklich, dass ich dies geschafft habe. Ich bin der Meinung, dafür habe ich einen Orden verdient. Aber einen richtigen. Denn es hat keiner in 28 Jahren geschafft, dass er auf Ordnung wert legt.